Unser Entwicklungsraum

Floridsdorf Mitte

 

Drei Pfarren sind missionarisch unterwegs:

 

Großjedlersdorf

Maria Himmelfahrt/Nordrandsiedlung

St. Markus

 

 

Kontakt

Folgende Kontaktperson in der Erzdiözese Wien ist für unsere Fragen und Bitten zuständig. Wenn Sie regelmäßig über den Diözesanprozess informiert werden wollen, bestellen Sie bitte den APG-Newsletter und informieren Sie sich über Facebook (www.facebook.com/apg21):

 

Renate Shebaro, Referentin
+43 1 51552-3363, r.shebaro@edw.or.at

 

 

 

Ein Blick in die Pfarren des Entwicklungsraums

 

 

 

August/September 2018

Großjedlersdorf, 9. September 2018

ERNTEDANKFEST

9.30 Uhr: Feldmesse im Pfarrhof
„gemütliches Z’sammsitzen“ im Pfarrgarten mit hausgemachten Torten, Kaffee, Grillspezialitäten und Getränken.
Sollte es das Wetter nicht zulassen, findet alles in St. Michael statt!

Maria Himmelfahrt/Nordrandsiedlung, 15. August 2018

9.30 Uhr: Patrozinium mit Kräuterweihe, anschließend Pfarrcafe mit erweitertem Buffet

 

 

Oktober 2018

Maria Himmelfahrt/Nordrandsiedlung

NORDRANDSIEDLER PFARRFLOHMARKT

Samstag, 6.10. ………….9.00 – 17.00

Sonntag,7.10.………… .9.00 – 15.00

Entwicklungsräume - Pfarren arbeiten in Zukunft enger zusammen -


Seit Herbst 2013 haben die Pfarrgemeinderäte in den Dekanaten Entwicklungsräume vorgeschlagen. Darauf aufbauend haben die Bischofsvikare nach Rücksprache mit den Dechanten die Entwicklungsräume für alle Pfarren der Erzdiözese Wien erarbeitet. Im November 2015 hat der Erzbischof die Entwicklungsräume festlegt und alle Pfarren sind Teil eines Entwicklungsraumes.

Der Entwicklungsraum ist ein Raum der Mission: Er soll den Gläubigen helfen, neue missionarische Initiativen zu setzen und gemeinsam zu entdecken, was Jüngerschaft und Nachfolge Jesu in unserer Zeit heißt. Der Entwicklungsraum ist ein Gebiet, in dem die Gemeinden sich gemeinsam die Frage stellen: Wie können wir uns als Kirche in diesem Raum weiterentwickeln im Dienst an Gott und den Menschen? Wozu sendet uns Christus hier? Wie leben wir Mission in diesem Gebiet? Die konkreten Formen und Entwicklungsschritte für die Zusammenarbeit werden gemeinsam gefunden als Antworten auf die konkreten Herausforderungen am Ort.

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Jeder Entwicklungsraum wird aber – in unterschiedlichem Tempo – künftig auch neue Rechtsstrukturen bekommen. Ziel ist: die so genannte „Pfarre Neu“.

Kriterium für die Größe der Entwicklungsräume war vor allem, dass sie groß genug sind, dass künftig 3-5 Priester in diesem Raum tätig sein werden. Diese sollen in Zukunft verstärkt miteinander arbeiten, selbstverständlich gemeinsam mit den PastoralassistentInnen und Diakonen (wo es solche in den Pfarren gibt).

Mit Ende November 2015 sind alle Pfarren Teil eines Entwicklungsraumes.

Stand: 2015-November

 

Was ändert sich für die Menschen durch den Entwicklungsraum?

Im ersten Moment wahrscheinlich wenig: Alles läuft in seinen gewohnten Bahnen. Der Auftrag des Erzbischofs, verstärkt ein missionarisches Bewusstsein zu entwickeln und zusammenzuarbeiten, wird sich nach und nach auswirken. Die wachsende Zusammenarbeit der Pfarren wird Erleichterungen bringen und die gemeinsame Beschäftigung mit der Mission im Entwicklungsraum neue freudvolle Projekte hervorbringen.

 

Was ist der Nutzen der Entwicklungsräume?

Mit der Festlegung der Entwicklungsräume ist nun für alle Pfarren Klarheit geschaffen, in welchem Raum sie künftig mit welchen anderen Pfarren zusammenarbeiten werden.

Nun können die weiteren Schritte gesetzt werden in Richtung Mission, Jüngerschaft und Strukturen im Entwicklungsraum und in den Gemeinden am Ort. Wenn die Strukturen geklärt sind, kann inhaltlich weitergearbeitet werden.

Ab Herbst 2015 werden bei Personalbesetzungen und Ressourcenzuteilungen (z.B. Bauprojekten) die Entwicklungsräume berücksichtigt und darauf geachtet, dass in diesen Räumen arbeitsfähige Teams von Hauptamtlichen entstehen.

 

Gibt es einen Auftrag für die Entwicklungsräume?

Ja, der Erzbischof wird den Entwicklungsräumen im Herbst einen konkreten Auftrag mitgeben. Die diözesanen Dienststellen werden die Entwicklungsräume auf dem Weg mit diesem Auftrag bestmöglich unterstützen.

 

Was sind die Unterschiede zwischen einem Seelsorgeraum, einem Pfarrverband und einer Pfarre Neu?

  • Eine Pfarre Neu besteht aus mehreren Gemeinden (v.a. ehemaligen Pfarren), und in ihr sind 3-5 Priester tätig. Für sie gilt die „Vision neuer Pfarren und Ordnung für Pfarrgemeinderäte mit Gemeindeausschüssen“ (2014 (ad experimentum) in: Wiener Diözesanblatt, November 2014)
  • Ein Pfarrverband besteht aus mehreren selbständigen Pfarren, die einen gemeinsamen Pfarrer haben. In Zukunft werden mit dem Pfarrer im Regelfall 2-4 Pfarrvikare (Priester in einem Team) bzw. Kapläne (i.d.R. neugeweihte Priester) arbeiten. Es gilt noch die Ordnung für Pfarrgemeinderäte von 2006; an einer neuen Ordnung für Pfarrverbände wird derzeit gearbeitet.
  • Ein Seelsorgeraum besteht aus mehreren selbständigen Pfarren, die einen gemeinsamen pastoralen Raum bilden. Es gilt die Rahmenordnung für Seelsorgeräume, 2012.

Welchen kirchenrechtlichen Status hat der Entwicklungsraum und wer leitet ihn?

Der Entwicklungsraum hat keinen rechtlichen Status. Er bezeichnet eine noch nicht weiter strukturierte Zusammenfassung von Pfarren. Es gibt daher auch keine Leitung des Entwicklungsraumes; sinnvollerweise wird aber im Entwicklungsraum eine passende Form der Koordination gefunden. Eine formelle Leitung hat nur ein Seelsorgeraum, ein Pfarrverband oder eine „Pfarre Neu“, wenn diese im Entwicklungsraum errichtet worden sind.

 

Was muss ein Entwicklungsraum tun, um „Pfarre Neu“ zu werden?

Die Pfarren beschließen in ihren Pfarrgemeinderäten, dass und bis wann sie eine gemeinsame Pfarre bilden wollen, und bitten ihren Bischofsvikar um einen entsprechenden Projektauftrag. Bei der Konkretisierung des Projektauftrags und bei jedem weiteren Schritt auf dem Weg zur „Pfarre Neu“ werden sie von diözesanen Dienststellen begleitet.

Wir sind auf dem Weg zur "Pfarre NEU“


Hiermit möchte ich die Einladung zum Mitgehen, die von der Erzdiözese Wien kommt und an uns gerichtet ist, weiter vermitteln. Es gibt im Moment geschichtliche Gegebenheiten, die die katholische Kirche in Wien, veranlassen, das christliche Leben für die "Pfarre NEU" zu bedenken und zu gestalten.

1.      Nehmen wir, zum Beispiel, die Bevölkerungsangaben aus dem Bezirk Floridsdorf, der kirchlich als Dekanat 21 - oder auch Dekanat Floridsdorf - gilt. 1869 zählte das heutige Bezirksgebiet von Floridsdorf mit seinen Dörfern nur 12.022 Einwohner. 1910 hatten sie die Zahl 62.154 erreicht, und am 1. Jänner 2014 lebten 148.947 Menschen in diesem Bezirk. Bei der Erfassung des Religionsbekenntnisses wies Floridsdorf 2001 mit 53,9% den höchsten Bevölkerungsanteil an Menschen mit römisch-katholischem Glauben in Wien auf. (Wien: 49,2%). Seitdem ist, wie oben angegeben, die Gesamtbevölkerung deutlich gewachsen, was auch mit den zunehmenden Neubauten zusammenhängt; die Zahl der in sechzehn Pfarren zählenden Katholiken ist aber, mit nur mehr 41%, deutlich gesunken. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Der ständige Rückgang der Zahl der Katholiken, der in ganz Wien zu verzeichnen ist, verbunden mit der Abnahme des gelebten Glaubens und des kirchlichen Personals einerseits und andererseits der Zunahme der Kosten, der zu erhaltenden christlichen Infrastrukturen (Kirchen, Pfarrhöfe und -zentren, Verwaltungs-kosten...), hat zu einem Umdenken geführt.

2. Nach einem Hirtenbrief von Kardinal Christoph Schönborn im Jahr 2008, haben verschiedene Gremien der Erzdiözese Wien in vier Diözesanversammlungen (2009-2013) den Weg zu einer Reform der Kirche ausgelotet, mit dem Ziel, das christliche Leben in Wien durch Jüngerschaft-Schulung und Mission, lebendiger zu machen, und die zunehmenden Kosten von Strukturen zu reduzieren. Einer Einladung der Erzdiözese folgend, haben die Pfarrgemeinderäte und -rätinnen unsers Dekanats 21 in drei Vollversammlungen (November 2013 in der Pfarre Sankt Markus, Mai 2014 in der Pfarre Strebersdorf, und November 2014 in Sankt Michael Großjedlersdorf) eine Bestandsaufnahme der pastoralen Aktivitäten in unseren Pfarren sowie der Mittel (Personal, Finanzen, Bau, ...) durchgeführt. Zur Reduzierung und Einsparungen von Betriebskosten, und zur Bewältigung der nötigen Arbeit für die Belebung und die Erhaltung des christlichen Glaubens in den Pfarren, haben sie mit Hilfe eines Koordinierungsteams und einer beratenden Initiativgruppe die Entstehung von pastoralen "größeren Räumen" vorgeschlagen, die aus folgenden geschichtlich miteinander verbundenen Pfarren bestehen soll: 1. Bruckhaufen - Rektoratskirche Donaucity (Christus, Hoffnung der Welt) Kaisermühlen, 2. Gartenstadt - Jedlesee - Schwarzlackenau, 3. Donaufeld - Floridsdorf, 4. Herz Jesu - Leopoldau - Auferstehung Christi, 5. Don Bosco - Heiliges Kreuz -Nordrandsiedlung, 6. Cyrill und Methodius - Stammersdorf, 7. Großjedlersdorf - Sankt Markus. Mit der Zustimmung der Erzdiözese Wien sollte damit die erste Etappe auf dem Weg zu einer neuen Gestaltung der Pfarren in diesem Bezirk erreicht und zurückgelegt werden.

3. Noch steht ein langer Weg zur "Pfarre Neu" vor uns. Ein neuer und alter Weg ist eingeschlagen. Im Juni dieses Jahres habe ich in unserer Kapelle eine Gruppe von Frauen aus der Pfarre Großjedlerdorf und Sankt Markus bei einer Andacht begleitet; Leute aus Sankt Markus feiern weiter religiöse Familienfeste und -ereignisse in Großjedlersdorf, woraus Sankt Markus hervorgeht. Dorthin gehen wir alle zwei Jahre, um am Friedhofsgang zu Allerseelen teilzunehmen... Manche unserer Vorfahren ruhen dort aus. Ebenso am Stammersdorfer Zentralfriedhof. Freunde aus Großjedlersdorf haben am Abend nach der letzten Dekanatsvollversammlung vom "Zurück zum Ursprung" gesprochen. In der Geschichte gibt es aber kein Zurück. Nun geht es darum, dass wir zusammenkommen, unsere Mittel zählen und überlegen, mit Rücksicht auf die Vorgaben der Kirche, wie wir gemeinsam den Weg in die Zukunft bestreiten können. Niemand weiß zurzeit, wie diese Zukunft ausschauen wird oder soll.

Alle sind eingeladen, mitzugehen, um diese Zukunft mitzugestalten. Fragen, Ideen, Informationen, Vorschläge, Meinungen von allen sind willkommen.

Frohe Weihnachten und gesegnetes Neues Jahr 2015.


Moderator Jean-Willy M. Kindanda

Stand: 2014/November

Stadtdekanat 21

GR Nikolaus Coolen OSC, Pfr. in Leopoldau und Don Bosco, beide Wien 21, wurde mit 1. März 2012 für weitere fünf Jahre zum Dechanten bestellt.

KR Mag. Georg Flamm, Pfr. in Cyrill und Method, Wien 21, wurde mit 1. März 2012 für fünf Jahre zum Dechant-Stellvertreter bestellt.

 

 

2012-03-01